Dienstag, 15. März 2016

Eiscafé Sette Bello in der Kölner Südstadt

Saisoneröffnung 2016: Eisiger Ostwind und einstellige Temperaturen können mich nicht davon abhalten, die Eissaison 2016 mit einem Topp-Tipp in der Kölner Südstadt zu eröffnen.

Das Eiscafé Sette Bello am Anfang der Alteburger Straße wurde im April 1980 von Barbara und Carmelo Peci eröffnet und wird seither von der Familie betrieben.

Eine Besonderheit ist, dass auf der
Homepage eine ziemlich vollständige Liste der Zutaten veröffentlicht ist: Vollmilch, Eier, Zucker, Magermilchpulver, Burbon-Vanillestangen, Block-Kuvertüre, Fruchtzucker, Johannisbrotkernmehl, frische saisonale Früchte, Haselnüsse aus dem Piemont, Pistazien aus dem Ätna-Dorf Bronte in Sizilien, Walnüsse aus Kalifornien, frischer Landjoghurt. Künstliche Aromen, Farb- und Konservierungsstoffe werden nicht verwendet.

Die Qualität bei den Zutaten macht sich bemerkbar. Alle probierten Sorten haben mich voll überzeugt. Das Eis hat einen intensiven und gleichwohl natürlichen und ganz eigenen Geschmack. Die Auswahl ist zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison OK, wird sich aber mit Sicherheit noch verbessern. ★★★★★ sind ohne Zweifel gerechtfertigt.

Die nicht besonders großen Kugeln kosten 1,20 EUR. Da sind nicht mehr als ★★ drin.

Die Lage ist mittelmäßig. Zentral in der Kölner Südstadt unweit der Severinstorburg und vom Chlodwigplatz ist richtig was los. Nach dem Eisessen gibt es zahlreiche Optionen zum Shoppen, Essen oder Trinken. Das Café selbst ist nach einer Umgestaltung im Jahr 2014 innen recht nett und hat dort reichlich Platz für Gäste, die Eisbecher und Kaffee konsumieren möchten. Außen gibt es auch ein paar Sitzplätze, die so angeordnet sind, dass sich die vorbeilaufenden Passanten gut beobachten lassen. Parkplätze sind an der Alteburger Straße durchaus vorhanden, erfahrungsgemäß ist aber nie einer frei. Am besten mit dem Fahrrad oder mit der Bahn anreisen. Ich gebe insgesamt ★★★.

Fazit: Die "schöne Sieben" ist nicht günstig, liefert aber qualitativ absolutes Topeis mit einem ganz besonderen eigenen Geschmack.

Probiertipp: Pistazie mit Pistazien aus dem Ätna-Dorf Bronte in Sizilien, Peanuts (das Lieblingseis vom Sohn Salvatore Peci, der inzwischen die Geschäftsführung übernommen hat) und Haselnuss.


Update 18.08.2018:

Die abgegebene Bewertung kann ich unverändert bestätigen. Der Preis pro Kugel hat sich nicht verändert, und ist nach heutigem Stand etwas günstiger einzustufen, da die teueren Mitbewerber inzwischen bei 1,30 pro Kugel angelangt sind.






Dienstag, 22. September 2015

Eiscafé am Schloss Benrath

Im Süden Düsseldorfs in Benrath liegen das Lustschloss, der Jagdpark der Weiher und ein Kanalsystem. Eine Besichtigung lässt sich optimal mit einem Eis abrunden. Wie der Name schon sagt, befindet sich das Eiscafé in unmittelbarer Nähe.
Bei so einer eher touristisch geprägten Lage habe ich - ehrlich gesagt - nicht viel erwartet. Umso erfreuter war ich nach dem ersten Geschmackseindrücken:

 Das Joghurteis hat mich nicht überzeugt, der Rest aber umso mehr. Insgesamt ist das Eis richtig gut und hat ★★★★ verdient. Nicht besonders cremig dafür aber geschmacksstark und nicht zu süß. Die Auswahl ist OK, und es gibt auch ein paar ungewöhnliche Kreationen.

Die mittelgroßen Kugeln kosten ohne Topzuschlag 90 ct. und sind damit vergleichsweise günstig: ★★★★.
 
Die Lage ist natürlich 1a. Die Nähe zum Schloss und zum Zentrum Benraths ist ein echter Standortvorteil, der Laufkundschaft und Stammgäste ins Eiscafé führt. Das Café selbst ist nur mittelmäßig hübsch. Dafür gibt es innen und außen reichlich Sitzplätze. Parkplätze sind ein paar Schritte entfernt; am besten nähert man sich zu Fuß. Ich gebe hier ★★★, da es mir ein wenig am Flair fehlt.

Fazit: Man sollte sich von Äußerlichkeiten nicht täuschen lassen. Eine richtig gute Leistung trotz Tourifaktor.

Probiertipp: dunkle Schokolade, Erdbeer und Tiramisu.





Donnerstag, 30. Juli 2015

Nordmanns Eisfabrik in Flingern, Düsseldorf

Eisdielencheck endlich mal wieder in Düsseldorf:

 Der angesagte Stadtteil hat sein Schmuddelimage schon seit längerem abgelegt und hat mit ungewöhnlichen kleinen Läden, Bars, Restaurants und Galierien zahlreiche neue Bewohner angelockt und eine rasante Entwicklung hingelegt. Mitten im Herzen des Viertels liegt seit etwa vier Jahren die Eisfabrik der Nordmänner.

 Die Auswahl ist von der der Menge her überschaubar. Dafür wechseln die Sorten regelmäßig u.a. auch wegen der saisonalen Verfügbarkeit einiger Zutaten. Die angebotenen Kreationen sind ungewöhnlich und spannend. Überhaupt gibt es hier kein Eis von der Stange. Gesunde Zutaten und den Verzicht auf Zusatz und Farbstoffe bieten auch andere Mitbewerber. Der Eisfabrik ist es gelungen, Eis zu produzieren, dass absolut einzigartig schmeckt und einen echten Wiedererkennungswert hat. Nicht zu süß, vielleicht etwas weniger chremig als mancher Konkurrent aber dafür mit natürlichem und voll überzeugendem Aroma. Eine Besonderheit ist das Fruchteis, dass ich in dieser Qualität noch nirgendwo gefunden habe. Das Milcheis liegt etwas dahinter ist aber trotzdem ★★★★★ wert.

Die Kugeln kosten 1 EUR und und sind mittelgroß, so dass hierfür wieder einmal ★★★ angemessen sind. Eine Besonderheit ist das Pistazieneis, dass pro Bällchen wegen der besonders teuren Zutaten sogar 1,50 kostet. Den Preis ist es aber durchaus wert und ich möchte für diese Ausnahme keinen Stern abziehen.

Das Nordmanns liegt mitten in Flingern auf der Ecke Herrmannstraße/Ackerstraße und hat viel Großstadtflair drumherum. Innen gibt es eine schicke Einrichtung und einige Sitzplätze, das meiste spielt sich aber draußen an den Tischen ab. Schön ist, dass auch für Kunden, die nur ein Eis auf der Hand gekauft haben, genug Möglichkeiten bestehen, in Ruhe zu genießen. Parken ist schwierig, aber nicht unmöglich ★★★★.

Fazit: Für mich die Toplocation für Feinschmeckereis in Düsseldorf durch den individuellen, einzigartigen Geschmack. Ich hoffe, dass die Nordmanns Eisfabrik vom Kommen und Gehen im Szeneviertel noch eine Weile verschont bleibt.
 
Probiertipp: Erdbeer, Maracuja ... ach einfach alles an Fruchteis in der Auslage. Intereressant ist auch das Pistazieneis und Karamel. Leider habe ich versäumt, Mohn zu probieren. Das muss ich bald nachholen.



Montag, 20. Juli 2015

Eiscafé Brustolon in Kempen

Eisdielencheck am Niederrhein:

Seit September 2000 betreibt der Italiener Dino Tonel inzwischen auch mit seinem Bruder das Eiscafé direkt in der historischen Kempener Altstadt. Dort wird in Handarbeit auch das sehr leckere Eis hergestellt.

Die Auswahl ist Mittelmaß, nicht aber der Geschmack. Milch- und Fruchteis sind fantastisch. Geschmacksintensiv, cremig und absolut lecker. Die
Webseite spricht von einer "gesundheitsfördernden und stimmungsaufhellenden" Wirkung. Zumindest die letztere kann ich voll und ganz bestätigen: ★★★★★´

Die Kugeln kosten 1 EUR und und sind mittelgroß, so dass hierfür ★★★ vergeben werden.

Das Eiscafé liegt in der Altstadt am Buttermarkt, dem Marktplatz. Hübscher geht es nicht: Als Fußgängerzone ohne störende Autos mit Bäumen und drumherum weiteren Cafés, Bistros und Restaurants gibt es für jeden Geschmack etwas. Parkplätze liegen es direkt deben der Altstadt nur ein paar Minuten entfernt. Im Brustolon selbst stehen ein paar Sitzplätze zur Verfügung; viel schöner sitzt es sich allerdings auf dem Platz unter den Bäumen direkt neben den Bronzefiguren, die den Kempener Fackelzug darstellen. Ein wunderschönes Ausflugsziel, dass nur mit der Bestnote angemessen bewertet ist: ★★★★★.

Fazit: Die historische Altstadt mit Fachwerkhäusern, die Burg nebendran und dazu noch das 5-Sterne-Eis sollten genug Gründe sein, nach Kempen zu fahren.
 

Probiertipp: Nougat, Cookies und Joghurt/Himbeere.





Montag, 13. Juli 2015

Eiscafé San Remo in Marl

Eisdielencheck, diesmal im Ruhrgebiet: Die Familie Zeolla liefert im Eiscafé San Remo mehr als zwei Jahrzehnte lang Eis der Extraklasse. So war es auch heute.

 Die ersten Bonuspunkte gibt es schon mal für die längste Warteschlange der bisherigen Testreihe. Es mag an mangelnden Alternativen in der Nähe liegen, sicher aber auch an der reichhaltigen Auswahl geschmacksstarker Eissorten. ★★★★★ sind voll verdient. Das Fruchteis hat mich besonders überzeugt, hier scheint Antonio ein ganz besonders glückliches Händchen zu haben.

 Die Kugeln kosten 1 EUR und und sind dafür aber besonders groß, so dass es gerade so für ★★★★ reicht. Spektakulär sahen auch die Eisbecher aus, die ich aber nicht probiert habe.

 Das Eiscafé liegt im Stadtteil Drewer an der Hauptstraße mit reichlich Verkehr - nicht so schön. Dafür gibt es innen ein paar und draußen richtig viele Sitzplätze. Immerhin befinden sich einige kostenlose Parkplätze in der Nähe. Insgesamt gibt es für das Ambiente nicht mehr als ★★★.

Fazit: Auch im nördlichen Ruhrgebiet lässt sich prima Eis essen.

Probiertipp: Joghurt/Mandarine, Erdbeer und Brombeer.



Eiscafé Ciprian, Korschenbroich

Das Eiscafé Ciprian gibt es schon ewig (1961) und ist damit eine echte Institution.

Das Eis heute war perfekt. Die Auswahl ist zwar überschaubar, das was es gibt ist dafür umso besser. Ich kann nicht anders und muss ★★★★★ geben. Schokolade ist eine Offenbarung!

Die Kugeln kosten 80 ct und sind dabei auch noch recht stattlich; das reicht schon für ★★★★★.

 Das Eiscafé liegt mitten im Ortskern an einem kleinen Platz direkt neben der Andreaskirche. Innen gibt es neben der zweigeteilten Theke ein paar Sitzplätze. Richtig nett ist es aber draußen unter dem Sonnenschirm. Drum herum gibt es z.T. historische Bausubstanz und reichlich Gelegenheit Passanten zu beobachten. Besonders nett: Auch für Kunden, die ein Eis „auf die Hand“ gekauft haben, gibt es gemütliche Sitzplätze am Platz. Dazu gibt es noch reichlich Parkplätze in der Nähe. Auch dafür sind ★★★★★ gerechtfertigt.

Fazit: Drei Topnoten, besser geht es nicht!

Probiertipp: Schoko, Joghurt und Tiramisu.




Da Claudio in Ratingen Hösel

Das Eiscafé da Claudio liegt mitten in Ratingen-Hösel am Kreisverkehr.

Das Eis ist ein echter Knaller! Cremig, geschmacksintensiv und einfach superlecker! Die Auswahl ist großzügig und liefert Sorten, die es nicht überall gibt. Ich habe den Eindruck, dass sich das Claudio auf Milcheis spezialisiert hat; das Fruchteis kann da nicht ganz mithalten. Gleichwohl insgesamt klare ★★★★★.

Auch hier kostet die Kugel inzwischen leider 1 EUR; dafür sind die Kugeln besonders groß, das reicht sogar knapp für ★★★★.

 Das Eiscafé liegt an einem kleinen Platz am Kreisverkehr - nicht wirklich idyllisch. Dafür gibt es innen und außen reichlich Sitzplätze. Parkplätze in der Nähe sind eher rar gesät. Die Baustelle stört momentan ein wenig. Insgesamt Mittelmaß mit ★★★.

Fazit: Erneut Topqualität in Ratingen.

Probiertipp: Hösel und Gigi (Ja, das sind wirklich Eissorten).